Die kleine Petuh-Tante: Eine neue Legende in der Norderstraße

Petuh-Tante als Streetart in Flensburg. Von der katzenmalerin N.M. Galerie der MIezen Norderstraße Flensburg. Eine Hommage

In der malerischen Norderstraße gesellt sich eine besondere Katze zu den bereits bekannten Streetart-Werken: Die kleine Petuh-Tante. Dieses Kunstwerk ist eine Hommage an die Tradition der Petuh-Tanten von Flensburg und eine Erinnerung an eine Katze, die mit ihrem Leben in dieser Straße verwurzelt war und mich gerne beim nächtlichen Malen begleitet hat.

Die kleine Petuh-Tante kannte jeden Winkel, jede Ecke und die Bewohner*innen der Straße. Sie lauschte unzähligen Gesprächen und war bekannt für ihre scharfen Ohren. Ihre Malerei als Petuh-Katze soll nicht nur ihre Persönlichkeit und ihre Neugier widerspiegeln, sondern auch an die lebhaften Gespräche und die besondere Atmosphäre der Norderstraße erinnern. Und das man sie einfach überall dort traf.

Ich habe diese Katze als Petuh-Katze gemalt, weil die Petuh-Tanten zu den Flensburger Legenden gehören. Die Petuh-Tanten waren Damen der Flensburger Mittelschicht im späten 19. Jahrhundert, die sich regelmäßig bei Fahrten auf Fördedampfern zum Kaffee und Klönsnack trafen. Sie besaßen Dauertickets für die Schiffe, bekannt als "partoutbillet" (von französisch "partout", was "überall" bedeutet). Der umgangssprachliche Begriff "Petuh" leitet sich von dem französischen Wort "partout" ab. Um sich von anderen abzuheben, entwickelten die Petuh-Tanten ihr eigene Sprache, damit sie sich ungestört über neusten Geschichten und Geheimnisse der Stadt unterhalten konnten. Die Sprache war eine einzigartige Mischung aus Hochdeutsch, Plattdeutsch und dänischen Elementen.

Die kleine Petuh-Tante soll diesen Geist der Tradition weitertragen und als Symbol für die lebendige Geschichte der Straße stehen. Denn in der Norder gibt es viel Klatsch und Tratsch und niemand wusste mehr Bescheid, als diese kleine Katzendame.

Diese Katze wurde gefördert durch: